
"Erkenne dich selbst!" – diese berühmte Inschrift soll einst den Apollotempel in Delphi geziert haben. Sie wird Chilon von Sparta zugeschrieben, einem der sogenannten „Sieben Weisen“ des antiken Griechenlands. Der Spruch fordert uns auf, unser eigenes Wesen, unsere Stärken, Schwächen und Grenzen zu erkennen. In der griechischen Philosophie war die Selbsterkenntnis ein zentraler Bestandteil der Weisheit, denn nur wer sich selbst kennt, kann verantwortungsvolle Entscheidungen treffen und ein erfülltes Leben führen. Der Ausspruch erinnert daran, dass wahres Wissen bei uns selbst beginnt.
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In diesem Sinne verstehe ich meine Arbeit. Es geht darum, dieses Wissen zu entdecken und dadurch mehr Handlungsspielraum zu gewinnen. Jeder von uns ist mit einzigartigen Fähigkeiten, Talenten und Begabungen auf die Welt gekommen.
Meine Arbeitsweise
In meiner Arbeit stütze ich mich stets auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Psychologie mit ihren unterschiedlichen Teilfächern und angrenzender Disziplinen. Besonders die Neurowissenschaften eröffnen faszinierende neue Einblicke in die Funktionsweise unseres Gehirns, die ich gezielt in meine Arbeit integriere. Diese Erkenntnisse helfen zu verstehen, wie unser Gehirn etwa auf Stress, Emotionen und Veränderungen reagiert – und wie auch der Körper Einfluss auf unsere Psyche nimmt. Oft scheint es geradezu magisch, wie eine „einfache“ Übung auf körperlicher Ebene tiefgreifende Veränderungen in unserem inneren Erleben auslösen kann.
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In meiner Arbeit verfolge ich einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem der Mensch als Einheit von Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt steht. Es geht nicht allein darum, Symptome zu lindern, sondern ein tiefes Verständnis für das gesamte Wesen zu entwickeln. Dazu kooperiere ich eng mit Fachkolleg*innen aus verschiedenen Disziplinen. Dieser interdisziplinäre Austausch erlaubt es, die Bedürfnisse meiner Klientinnen aus vielfältigen Perspektiven zu betrachten und nachhaltige, ganzheitliche Lösungen zu finden.
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Meine beraterische Haltung ist systemisch geprägt. Das bedeutet, dass ich nicht nur das Individuum als isolierte Person betrachte, sondern immer auch das soziale Umfeld, die Beziehungen und die vorhandenen Ressourcen in den Blick nehme. Ressourcenorientiertes Arbeiten heißt für mich, gemeinsam mit meinen Klient*innen ihre inneren Stärken, Fähigkeiten und Potenziale zu entdecken, zu entwickeln und für nachhaltige Veränderungen zu nutzen. Es geht darum, vorhandene Kraftquellen zu identifizieren und zu aktivieren, um langfristig stabile und positive Entwicklungen zu erreichen. So begleite ich meine Klienti*nnen auf ihrem Weg, neue Handlungsspielräume zu gewinnen und ihr Leben in Einklang mit ihren Bedürfnissen und Zielen zu gestalten.